FILMSCREENING: NÖRDLICH VON LIBYEN
FILMSCREENING: NÖRDLICH VON LIBYEN
Filmstill aus Nördlich von Libyen / Regie: Luise Müller
NÖRDLICH VON LIBYEN
EIN FILM VON LUISE MÜLLER
18.10.2023, 19 UHR
Die Fluchtbewegung über die Mittelmeerroute ist seit mehreren Jahren eines der prägenden Nachrichtenthemen – und damit auch der World Press Photo-Ausstellung. In der Hoffnung auf ein besseres Leben und um der Ausbeutung, dem Missbrauch und dem Hunger zu entkommen, machen sich jährlich fast 150.000 Menschen auf den Weg über das Mittelmeer. Allein 2022 bezahlten mehr als 2.400 von ihnen die gefährliche Überfahrt mit dem Leben. NGO’s und private Seenotrettungs-Initiativen haben es sich zur Aufgabe gemacht, so viele Menschenleben wie möglich zu retten. Wer sind diese Helfer:innen, die bei ihren Einsätzen oft ihre gesamte Existenz in die Waagschale werfen?
Die in Wien lebende Filmemacherin Luise Müller hat zwei von ihnen porträtiert. Ihr Dokumentarfilm folgt den beiden in Hamburg lebenden Aktivist:innen Antje und Dariush. Antje hat bei mehreren Rettungsaktionen als Sanitäterin gearbeitet, ihr Partner Dariush als Kapitän. In Italien ist er wegen „Beihilfe zur illegalen Einwanderung“ angeklagt. Ihm drohen zwanzig Jahre Haft. Nördlich von Libyen ist ein Film, der nicht nur Einblicke in die Gedankenwelt und Arbeit zweier Seenotretter:innen gibt, sondern auch das Bild einer zivilgesellschaftlichen Bewegung zeichnet, die sich gegen die Politik der Grenzregime organisiert.
Die Filmemacherin Luise Müller (*1989, Frankfurt am Main) lebt in Wien und studiert seit 2022 an der Akademie der Bildenden Künste im Fachbereich Kunst und Film. Nördlich von Libyen wurde Anfang 2023 fertiggestellt und unter anderem auf der Dokumentarfilmwoche und auf dem Zündstoff Festival in Hamburg gezeigt.
Filmlänge: 60 Min
Eintritt mit gültigem Ausstellungsticket
Wir bitten um anmeldung@westlicht.com
Filmstill aus Nördlich von Libyen / Regie: Luise Müller
Filmstill aus Nördlich von Libyen / Regie: Luise Müller